Auslandsposition der Bundesbank; Währungsreserven und Fremdwährungsliquidität des Eurosystems

Auslandsposition der Bundesbank

Auslandsposition der Deutschen Bundesbank
Ende Juli 2022 liegt die Netto-Auslandsposition bei 704 Mrd €. Auf die Forderungen aus dem Zahlungssystem TARGET2 entfallen mit 1.166 Mrd € rund 77 % der gesamten Aktiva. Es folgen die Währungsreserven mit insgesamt 12 %. Sie umfassen die Gold- und Devisenbestände einschließlich der Sonderziehungsrechte des Internationalen Währungsfonds (IWF). Auf der Passivseite entfällt mit 65 % das Gros auf Verbindlichkeiten aus der Euro-Bargeldemission. Die Einlagen von Ansässigen außerhalb des Euroraums belaufen sich auf 26 % der Auslandsverbindlichkeiten.

Währungsreserven und Fremdwährungsliquidität

Das Offenlegungstableau der Bundesbank präsentiert die deutschen Währungsreserven und die Fremdwährungsliquidität nach einem international einheitlichen Publikationsschema gemäß dem Statistik-Veröffentlichungsstandard (Special Data Dissemination Standard Plus: SDDS Plus) des Internationalen Währungsfonds (IWF). Das Schema macht die Höhe und Struktur der Währungsreserven transparenter. Der IWF und das "Committee on the Global Financial System" der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) haben es als Reaktion auf die Finanzkrise der 90er Jahre gemeinsam erarbeitet.

Währungsreserven und Fremdwährungsliquidität des Eurosystems

Für den Euroraum veröffentlicht die Europäische Zentralbank (EZB) die aggregierten Währungsreserven und die aggregierte Fremdwährungsliquidität des Eurosystems sowie die nationalen Beiträge gemäß SDDS Plus.