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Sicherstellung der Risikotragfähigkeit bei weniger bedeutenden Instituten (LSI)

Sicherstellung der Risikotragfähigkeit bei weniger bedeutenden Instituten (LSI) Range of Practice 2015 bis 2017

06.02.2019 EN

Das Range of Practice-Papier stellt eine Neuauflage und Weiterentwicklung der erstmals am 11.11.2010 veröffentlichten Umfrageergebnisse zur Risikotragfähigkeit dar. Es informiert über die Ergebnisse der Datenerhebungen im Rahmen des Risikotragfähigkeitsmeldewesens für den Zeitraum 2015 bis 2017 und soll zu einer höheren Transparenz über die Verfahren zur Sicherstellung der Risikotragfähigkeit deutscher Institute beitragen. Aus dem Papier ergeben sich weder neue aufsichtliche Vorgaben noch Konkretisierungen. Die getätigten Aussagen und Einschätzungen stellen auf den Stand zum 31.12.2017 ab.

Die Meldedaten zeigen die Umsetzung des Proportionalitätsprinzips, welches sich in vielen Facetten, von der Anzahl der Steuerungskreise eines Instituts bis hin zu methodischen Details bei der Risikoquantifizierung, wiederfindet. So meldeten z. B. größere Institute häufiger mehrere und konzeptionell unterschiedliche Steuerungskreise sowie komplexere Methoden zur Risikomessung.

Aufgrund der Nutzung von Daten dreier Meldestichtage werden auch Veränderungen über die Zeit deutlich. Im Zeitverlauf ist so eine Angleichung methodischer Aspekte an die Aufsichtserwartungen erkennbar (z. B. Haltedauerannahme, Diversifikationseffekte). Hiervon unbenommen wird der fortgesetzte, aufsichtliche Handlungsbedarf – sei es durch den Dialog der laufenden Aufsicht mit dem Institut oder mittels bankgeschäftlicher Prüfungen – an den im Rahmen der Untersuchungen teilweise identifizierten, deutlichen methodischen Schwächen ersichtlich. So finden sich beispielsweise barwertige Fortführungsansätze, handelsrechtliche Liquidationsansätze oder Mischungen hieraus in den Meldungen der Banken.

Übergreifend zeigen die Ergebnisse für die deutschen LSI in der Mehrzahl effektiv gestaltete Steuerungskreise und zum Meldestichtag unbelastete Risikodeckungspotenziale innerhalb der Risikotragfähigkeit, welche im weitesten Sinne Kapitalreserven darstellen. Mit Blick in die Zukunft und vor dem Hintergrund des neuen RTF-Leitfadens zeigt sich insbesondere Weiterentwicklungsbedarf für die Vielzahl an LSI, die bislang vollständig auf barwertige bzw. ökonomische RTF-Rechnungen verzichten.

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