Eindrücke aus der Sonderausstellung „Geldmacher“

Eröffnung der Ausstellung „Geldmacher. Wer bestimmt, was Geld ist?“ im Geldmuseum

Die Deutsche Bundesbank eröffnet in ihrem Geldmuseum eine numismatische Sonderausstellung zum Thema „Geldmacher. Wer bestimmt, was Geld ist?“. An sechs Stationen können Besucherinnen und Besucher mehr über die zentralen Personen und Institutionen erfahren, die als Geldmacher entscheiden, was als Geld gilt.

Geld habe sich in seiner Erscheinungsform immer wieder gewandelt und mit ihm die Personen und Institutionen, die Geld machen, sagte das für Bargeld zuständige Bundesbank-Vorstandsmitglied Johannes Beermann anlässlich der Eröffnung. „Doch es gibt einen roten Faden, der sich durch die Geschichte der Geldmacher hindurchzieht: Um als Emittent von Geld dauerhaft zu bestehen, benötigt er vor allem das Vertrauen der Bevölkerung, also von denjenigen, die das Geld täglich nutzen sollen“, erläuterte er. Diesen roten Faden greift auch die Ausstellung auf und geht der Frage nach: Wer bestimmt eigentlich, was Geld ist?

Die wesentlichen Geldfunktionen werden in der Sonderausstellung ebenso erklärt wie die Rolle des Staates als traditionell wichtigstem Emittenten von Geld. Besucherinnen und Besucher erfahren darüber hinaus, wie Menschen Notgeld oder Ersatzwährungen nutzten, wenn der Staat in Krisenzeiten daran scheiterte, den Geldverkehr funktionsfähig oder den Geldwert stabil zu halten.

Das Numismatische Sammlung zeigt im Geldmuseum zudem, wie Geld in verschiedenen Teilen der Welt in Abwesenheit eines staatlich kontrollierten Geldwesens funktioniert. Außerdem gibt die Sonderausstellung einen Ausblick auf die Zukunft der Geldmacher. „Geld hat sich in seiner Erscheinungsform immer wieder gewandelt und mit ihm die Personen und Institutionen, die Geld machen“, sagte Beermann. Daher beleuchtet die Ausstellung ebenfalls neue digitale Formen des Geldes wie Krypto-Token und geht der Fragen nach, wer die „Geldmacher“ der Zukunft sein werden.

Die Ausstellung kann vom 30. Juni 2021 bis zum 29. Mai 2022 sonntags bis freitags von 9 bis 17 Uhr besucht werden. Der Eintritt ist kostenfrei und unter Beachtung des gültigen Hygienekonzeptes möglich. Die Ausstellungstexte sind in Deutsch und Englisch verfasst. Das Geldmuseum bemüht sich um Barrierefreiheit: Rollstuhlfahrer können das Geldmuseum barriere­frei besuchen und für Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen steht auf Nachfrage ein Audio-Guide zur Verfügung.