Das besondere Objekt Die Strichprobe

Probiernadelsatz
Der Name des Besitzers ist auf dem Ring eingraviert, der die Nadeln hält: José Caballero („*D. IO-SEPH. CAV°.“).

Probiernadelsatz Detailansicht
Auf den Nadeln ist der jeweilige Silbergehalt verzeichnet.
Die Strichprobe ist eines der ältesten Prüfverfahren, um den Edelmetallgehalt einer Münze zu bestimmen. Dazu werden ein Probierstein und ein Satz Probiernadeln mit festgelegten Edelmetallgehalten benötigt. Zunächst zieht man mit der Münze einen Strich auf dem Probierstein, daneben einen Strich mit einer der Nadeln.

Probierstein
Probierstein
Der erste Strich auf dem Probierstein ist der Abstrich der Münze. Der zweite Strich der Prüfnadel zu 90 % Silber, der dritte Strich der Prüfnadel zu 80 % Silber und der vierte Strich der Prüfnadel zu 70 % Silber.

Stimmen Münz- und Nadelstrich farblich nicht überein, nimmt man eine andere Nadel. Haben Münz- und Nadelstrich die gleiche Farbe, ist der Edelmetallgehalt der Münze bestimmt. Das gezeigte Probiernadelset stammt aus dem 18. Jahrhundert und gehörte José Caballero, dem obersten Münzbeamten Spaniens.

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