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Mauderer: Euro ist wichtiges Symbol für Europa

Sabine Mauderer während ihrer Rede

Mauderer: Euro ist wichtiges Symbol für Europa Hauptverwaltung in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein

18.02.2019

400 Gäste aus Banken, Industrie und Politik waren der Einladung der Hauptverwaltung in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein zum traditionellen Jahres-empfang gefolgt. In seiner Begrüßung hob Arno Bäcker, Präsident der Hauptverwaltung  mit Anspielung auf die Forschung des Nobelpreisträgers George Akerlof die Bedeutung von zuverlässigen Informationen für optimale wirtschaftliche Entscheidungen hervor. Aus dem Überfluss der im Internet-Zeitalter verfügbaren Informationen gelte es, eine kluge und kritische Auswahl zu treffen. Vor diesem Hintergrund wies Bäcker auf die Bedeutung der Bundesbank als wichtige und objektive Informationsquelle hin.

20 Jahre Euro

Für den Vorstand der Bundesbank sprach Sabine Mauderer. Sie ging in ihrer Rede auf den 20. Geburtstag des Euro ein. „Er ist ein wichtiges Symbol für Europa und inzwischen für die meisten Menschen selbstverständlich geworden“, sagte Mauderer. Es sei wichtig, die Erfolge des Euro durch gezielte Reformen in der Architektur der Währungsunion abzusichern. Das hohe Vertrauen in den Euro sei Ansporn und Verpflichtung zugleich für zielführende und nachhaltige Reformen. Im Hinblick auf die aktuellen wirtschaftlichen Aussichten warnte Mauderer vor übereilten Schlussfolgerungen. „Die Datenlage muss sorgfältig analysiert werden“, so Mauderer. In der Gesamtschau wirkten – trotz zuletzt schwächerer Indikatoren – beispielsweise die Finanzierungsbedingungen und der anhaltende Beschäftigungszuwachs unterstützend. Da der geldpolitische Normalisierungsprozess aller Voraussicht nach ohnehin mehrere Jahre dauern werde, sei es umso ratsamer, beim Einstieg in den Ausstieg nicht unnötig Zeit zu verlieren.

Als Gastredner überbrachte Reinhard Boll, Präsident des Sparkassen- und Giroverbands für Schleswig-Holstein, die guten Wünsche des Kreditgewerbes. In seiner Ansprache ging er vor allem auf global tätige Internetakteure wie Google, Amazon  und andere ein, die für die Retail-Banken inzwischen eine wesentliche Herausforderung darstellten. Er unterstrich, dass die digitale Wertschöpfung heute zum großen Teil außerhalb Europas stattfinde. „Die für die Kreditwirtschaft entscheidende Marktfrage der Zukunft ist, ob sie den Zugang zum Kunden behalten oder an die in sich geschlossenen Welten der Internetplattformen verlieren“, sagte Boll. Wichtig sei eine Zusammenarbeit der deutschen Kreditwirtschaft. Wer künftig relevant sein wolle, brauche eine global wahrnehmbare Größenordnung, so Boll.

Im Anschluss nutzten die Gäste die Gelegenheit, sich beim Empfang auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen.

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