Deutsche Wirtschaft setzt Aufschwung fort

Ein Mitarbeiter eines Stahlröhrenherstellers bei der Arbeit

Die deutsche Wirtschaft ist im vergangenen Jahr kräftig gewachsen. Das reale Bruttoinlandsprodukt stieg gegenüber 2014 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 1,7 %. Die Wirtschaftsleistung legte damit so stark zu wie im Juni 2015 von der Bundesbank prognostiziert. 2014 war die deutsche Wirtschaft mit 1,6 % ähnlich stark gewachsen.

Wichtigster Wachstumsmotor war der Konsum. Die privaten Haushalte steigerten ihre Konsumausgaben laut Statistischem Bundesamt im Jahresvergleich preisbereinigt um 1,9 %. Die staatlichen Konsumausgaben stiegen um 2,8 %. Auch die Investitionen legten zu: Unternehmen und öffentliche Hand investierten im Inland real 3,6 % mehr gegenüber 2014 in Ausrüstungen wie beispielsweise Maschinen oder Fahrzeuge. Die Bauinvestitionen legten leicht um 0,2 % zu.

Der deutsche Außenhandel entwickelte sich im vergangenen Jahr ebenfalls dynamisch. Die Exporte von Waren und Dienstleistungen stiegen preisbereinigt um 5,4 %. Da die Importe im selben Zeitraum mit 5,7 % ähnlich stark zulegten, leistete der Außenhandel insgesamt einen vergleichsweise geringen Beitrag (0,2 Prozentpunkte) zum Wirtschaftswachstum.

Spürbarer Anstieg im Produzierenden Gewerbe

Mit Blick auf die Wirtschaftssektoren hat 2015 vor allem das Produzierende Gewerbe mit Ausnahme des Baugewerbes einen deutlichen Wachstumsbeitrag geleistet. Daneben entwickelten sich auch die Dienstleistungsbereiche gut.

Weiterhin gute Aussichten

Das vor allem von der Binnennachfrage getragene Wachstum wird sich nach Einschätzung der Bundesbank weiter fortsetzen. In ihrer Halbjahresprognose vom Dezember 2015 erwarten die Bundesbank-Ökonomen für 2016 ein reales Wirtschaftswachstum von 1,8 %. Für 2017 erwarten sie einen Anstieg der Wirtschaftsleistung um 1,7 %.