Deutscher Leistungsbilanzüberschuss 2019 auf 245½ Milliarden Euro zurückgegangen

Der deutsche Leistungsbilanzüberschuss ist im Jahr 2019 um 2 Milliarden Euro auf 245½ Milliarden Euro zurückgegangen. Im Verhältnis zum nominalen Bruttoinlandsprodukt (BIP) verminderte sich der Saldo auf 7¼ Prozent. Damit ist die Quote vier Jahre in Folge rückläufig und unterschreitet ihren höchsten Wert von 8½ Prozent des BIP im Jahr 2015 nunmehr deutlich.

Ursache für den Rückgang im Jahr 2019 war wie bereits in den Vorjahren ein geringerer Überschuss im Warenhandel. Unter anderem durch die sehr verhaltene Entwicklung des Welthandels stiegen die deutschen Exporte nur geringfügig, während die Wareneinfuhren trotz des Abschwungs der deutschen Industrie vergleichsweise kräftig zulegten.

Die Leistungsbilanz ist ein Teil der Zahlungsbilanz, die ihrerseits alle wirtschaftlichen Transaktionen zwischen Inländern und Ausländern in einer Periode (Monat, Quartal, Jahr) erfasst. Die Leistungsbilanz unterteilt sich in den Ex- und Import von Waren und Dienstleistungen, die Primäreinkommen, wie beispielsweise Erwerbs- und Vermögenseinkommen, sowie die Sekundäreinkommen. Letztere umfassen laufende Übertragungen, wie beispielsweise Heimatüberweisungen.