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Europäische Lösung für universell nutzbare Zahlungsdienste fördern

Bezahlung mit einem Smartphone über NFC

Europäische Lösung für universell nutzbare Zahlungsdienste fördern

In ihrem aktuellen Monatsbericht sieht die Bundesbank Handlungsbedarf bei der Weiterentwicklung von universell europaweit einsetzbaren Zahlungsmitteln. Diese sollten am besten auf Echtzeitüberweisungen, sogenannten Instant Payments beruhen. Die Fach­leu­te fordern, dass es in Europa europäische Alternativen zu universell einsetzbaren Zahlungsmitteln wie Paypal oder Apple Pay geben müsse. „Europäische Zahlungsdienstleister stehen vor der Herausforderung, schlagkräftige, europaweit nutzbare Bezahllösungen als Alternative zu den zunehmend erfolgreichen internationalen Wettbewerbern zu entwickeln“, schreiben die Expertinnen und Experten. „Denkbar wäre, eine Art europäische Marke für Zahlungslösungen zu etablieren, die anzeigt, dass ein nationales Zahlverfahren etwa für das Bezahlen im Onlinehandel auch grundsätzlich im europäischen Ausland funktioniert“, so die Autoren des Monatsberichts.

Es bestünde die Gefahr, dass die bereits bestehenden großen Plattformen durch Netzwerk-, Skalen und Verbundeffekte Monopole herausbilden könnten und der Markt sich nach dem Prinzip „der Sieger nimmt alles“ entwickelt.

Zwar hätten die deutschen Anbieter der Kreditwirtschaft im Zahlungsverkehr schon viel getan, um sich auf die neuen Wettbewerbsbedingungen einzustellen. So würden sie verstärkt auf innovative Lösungen, wie etwa die Digitalisierung der girocard im Smartphone setzen. „Um langfristig im europäischen Markt mitspielen und internationalen Wettbewerben auf Augenhöhe begegnen zu können, müssen die bisher national ausgerichteten Verfahren ihre Reichweite erhöhen und grenzüberschreitend erreichbar sein“, heißt es im Bericht.

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