Forum Bundesbank am 17.01.2011

10 Jahre Forum Bundesbank Eine Erfolgsgeschichte, die in Hamburg ihren Anfang nahm

Eine Veranstaltungsreihe zu aktuellen Bundesbankthemen, offen für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger und zugänglich ohne vorherige Anmeldung: Dies war im Jahr 2010 die fast schon revolutionäre Idee von Adelheid Sailer-Schuster, damalige Präsidentin der Hauptverwaltung in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Erstmals sollten nicht, wie bis dahin üblich, ausschließlich hochrangige Vertreter aus Finanz- und Wirtschaftswelt zu Informationsveranstaltungen der Bank eingeladen werden.

Forum Bundesbank am 17.01.2011
Forum Bundesbank am 17.01.2011
Schon die Auftaktveranstaltung am 17. Januar 2011 mit dem damaligen Vorstandsmitglied Dr. Andreas Dombret zum Thema: „Die Wirtschafts- und Finanzmarktkrise – Wo steht Deutschland jetzt?“ war so gut besucht, dass nicht alle Gäste einen Sitzplatz fanden.

Schnell ist das „Forum BBk“ wichtiger Bestandteil der Öffentlichkeitsarbeit aller Hauptverwaltungen geworden. Vorträge über die Aufgaben und das breite Themenspektrum der Bundesbank sowie aktuelle Fragen bieten eine gute Grundlage, um mit den Gästen ins Gespräch zu kommen. Häufig fließen dabei Rückwirkungen auf den Alltag und die Lebenssituation der Menschen, die von der Geldpolitik und anderen Entscheidungen des Eurosystems ausgehen, in die Diskussionen ein. Insofern hört die Bundesbank also im „Forum“ den Menschen schon seit langem zu. Etwa 85 Veranstaltungen pro Jahr finden in normalen Zeiten, d. h. ohne Beeinträchtigung durch die Corona-Pandemie, bundesweit statt. Im Bereich der Hauptverwaltung HMS, also in Hamburg, Kiel, Flensburg und Rostock, wurden in den vergangenen zehn Jahren 137 Foren mit mehr als 16.000 Gästen ausgerichtet.

Glas-Kubus Ausstellung in Magdeburg
Forum Bundesbank am 22.02.2021
Aktuell werden die Foren zwar nur digital durchgeführt. Dennoch ist das Interesse groß. Am Vortrag in Hamburg am 22. Februar 2021 über das Thema: „Kontaktlos an der Kasse: Neue Normalität oder Begleiterscheinung der Pandemie?“ mit Dirk Schrade, Ständiger Vertreter des Leiters des Zentralbereichs Zahlungsverkehr und Abwicklungssysteme, nahmen rund 120 Gäste teil. Herr Schrade präsentierte die Ergebnisse einer kürzlich vorgestellten umfangreichen Erhebung zum Bezahlverhalten der Menschen in Deutschland. Dabei wurden Aspekte wie kontaktlose Kartenzahlungen ebenso einbezogen wie das Bezahlen mit dem Smartphone oder Einstellungen zu digitalen Zahlungsmitteln. Die Pandemie hat dabei den schon in vergangenen Jahren Trend zum Kartenzahlungsverkehr verstärkt. Dennoch bleibt abzuwarten, ob Verbraucher*innen nicht doch wieder stärker zu früheren Gewohnheiten zurückkehren werden.