Monatsbericht der Europäischen Zentralbank - Juni 2009

Im Hinblick auf die Strukturpolitik spricht Vieles dafür, weitere Anstrengungen zur Förderung des Wachstumspotenzials im Euro-Währungsgebiet zu unternehmen. Es ist entscheidend, dass der Schwerpunkt nun im Einklang mit dem Grundsatz einer offenen Marktwirtschaft auf die Stärkung der Anpassungsfähigkeit und Flexibilität der Wirtschaft des Eurogebiets gelegt wird. In diesem Zusammenhang kann die derzeitige Situation als Katalysator zur beschleunigten Umsetzung notwendiger nationaler Reformen, insbesondere Arbeitsmarktreformen, gesehen werden, um eine angemessene Lohnsetzung sowie eine sektor- und regionenübergreifende Mobilität der Arbeitskräfte zu erleichtern; Gleiches gilt für Reformen der Gütermärkte mit dem Ziel, den Wettbewerb zu fördern und Restrukturierung sowie Produktivitätswachstum voranzutreiben. Zugleich ist es erforderlich, dass viele der in den letzten Monaten ergriffenen politischen Maßnahmen zur Unterstützung bestimmter Wirtschaftssegmente zeitnah auslaufen.