Monatsbericht der Europäischen Zentralbank - September 2013

Um bestehende Ungleichgewichte weiter abzubauen und Wettbewerbsfähigkeit, Wachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen zu fördern, müssen die Euro-Länder ihre Reformagenda fortführen. Was die Finanzpolitik anbelangt, so sollten die Regierungen in ihren Bemühungen, die Haushaltsdefizite zu verringern und die Schuldenquoten wieder zu senken, nicht nachlassen. Bei der Ausgestaltung der Konsolidierungsstrategien sollten wachstumsfreundliche Maßnahmen mit mittelfristiger Ausrichtung im Vordergrund stehen, die auf eine höhere Qualität und Effizienz öffentlicher Dienstleistungen abzielen und gleichzeitig die durch die Besteuerung bedingten Verzerrungseffekte so gering wie möglich halten. Was die Wirtschaftspolitik anbelangt, so werden Reformen an den Gütermärkten zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit die Gründung neuer Unternehmen erleichtern, den Sektor der handelbaren Güter stützen und die Schaffung von Arbeitsplätzen fördern, während die hohen Arbeitslosenquoten entschlossene Strukturreformen zum Abbau von Rigiditäten an den Arbeitsmärkten und zur Erhöhung der Arbeitskräftenachfrage erforderlich machen.