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Finanzstabilitätsbericht 2022: Deutsches Finanzsystem könnte erheblich unter Druck geraten

24.11.2022

Die sich verschärfende Energiekrise, ein starker wirtschaftlicher Einbruch und abrupt steigende Marktzinsen könnten das Finanzsystem hierzulande erheblich unter Druck setzen. „Damit ein potenzieller Stress nicht über das Finanzsystem verstärkt wird, müssen die Finanzinstitute aus eigener Kraft ausreichend resilient sein“, sagte Claudia Buch, Vizepräsidentin der Bundesbank, bei der Vorstellung des Finanzstabilitätsberichts 2022. „Die Finanzinstitute sollten die Auswirkungen adverser Szenarien prüfen. Angesichts einer hohen Unsicherheit sollten sie umsichtig Risikovorsorge betreiben und nur vorsichtig Gewinne ausschütten“, betonte Bundesbankvorstand Joachim Wuermeling. 

Finanzstabilitätsbericht 2022: Deutsches Finanzsystem könnte erheblich unter Druck geraten
Pressekonferenz zum Finanzstabilitätsbericht 2022
Bundesbank rechnet mit Rezession im Winterhalbjahr

23.11.2022

Entgegen den Erwartungen habe sich die Wirtschaftsaktivität in Deutschland im Sommer 2022 erhöht, heißt es im aktuellen Monatsbericht. Trotz hoher Inflation und Unsicherheit über die zukünftige Energieversorgung, hätte das reale Bruttoinlandsprodukt erstmals wieder seinen Stand von vor der Corona-Pandemie übertroffen. Im Winterhalbjahr rechnen die Fachleute aber weiterhin mit einer Rezession der deutschen Wirtschaft. Deren Ausmaß sei allerdings äußerst unsicher. „Die Inflationsrate könnte auch über den Jahreswechsel hinaus zweistellig bleiben."

Bundesbank rechnet mit Rezession im Winterhalbjahr
Ölplattform am Abend
Johannes Beermann: Umfangreiche Krisenvorsorge stellt Bargeldversorgung sicher

23.11.2022

Die Bundesbankfilialen können auch in Not- und Krisenfällen jederzeit Bargeld auszahlen – aufgrund umfangreicher Risikovorsorgemaßnahmen ist die Bundesbank laut Vorstandsmitglied Johannes Beermann auch für solche Fälle gut aufgestellt. Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Krisenvorsorge sei aber das Zusammenspiel mit allen Bargeldakteuren, sagte er bei einem Pressegespräch in Frankfurt.

Johannes Beermann: Umfangreiche Krisenvorsorge stellt Bargeldversorgung sicher
Johannes Beermann
Nagel: Auslaufende Anleihen nicht mehr vollständig ersetzen

22.11.2022

Bundesbankpräsident Joachim Nagel hat sich bei einer Veranstaltung mit Frankfurter Wirtschaftsjournalisten nochmals dafür stark gemacht, in naher Zukunft den Abbau der hohen Anleihebestände des Eurosystems in Angriff zu nehmen. „Ich kann mir vorstellen, Anfang nächsten Jahres damit zu beginnen, fällige Papiere im Rahmen des APP nicht mehr zu ersetzen“, sagte er. Zudem erwartet er bei der geldpolitischen EZB-Ratssitzung im Dezember eine weitere Zinserhöhung.

Nagel: Auslaufende Anleihen nicht mehr vollständig ersetzen
Joachim Nagel
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