Finale des Generation Euro Schülerwettbewerbs

Schülerwettbewerb: Jury kürt deutsches Siegerteam

Vieles war diesmal anders bei der nunmehr zehnten Auflage des Generation Euro Schülerwettbewerbs (Generation Euro Students‘ Award, kurz GESA). Pandemiebedingt wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer per Videokonferenz zusammengeschaltet und mussten auf einen Besuch im Geldmuseum sowie das persönliche Treffen mit Bundesbankpräsident Jens Weidmann verzichten.

Bei der Jubiläumsauflage des GESA-Wettbewerbs verwies das Team von der Internatsschule Schloss Hansenberg in Geisenheim ihre Mitbewerber auf die Plätze. Als Team „Château Chapeau“ konnten sie die Jury – bestehend Bundesbank-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – mit einer ebenso inhaltlich stringenten wie formal sauberen Präsentation überzeugen und sicherten sich so den ersten Platz. Doch auch die anderen Teams, die „Jacobs Investment Group“ von der Jacob-Grimm-Schule in Kassel (Platz 2) und das Team „Ernst Macht Wirtschaft“ vom Ernst-Mach-Gymnasium in Haar bei München, lieferten eine hervorragende Leistung ab, was die Arbeit für die Jury nicht einfach machte. Insbesondere die Entscheidung zwischen Platz 1 und 2 wurde so kontrovers diskutiert wie noch nie, erinnern sich die Beteiligten.

Teams beeindruckten mit Fachwissen

Um sich für die Endausscheidung in Frankfurt zu qualifizieren, mussten die teilnehmenden Schülerteams diesmal ein Video einreichen, in welchem sie sich mit dem Für und Wider von Bargeld und bargeldlosen Zahlungsmitteln auseinandersetzten. „Bargeldlos oder Bargeld und los?“ lautete der Arbeitstitel. In der Schlussrunde der letzten drei hatten die Teams dann die Aufgabe, im Rahmen einer Präsentation eine Haltung zu begründen, ob das Eurosystem seine expansive Geldpolitik beibehalten, ausbauen oder zurückfahren solle. Die Jury zeigte sich beeindruckt vom Niveau aller drei Präsentationen. Auch Bundesbankpräsident Jens Weidmann, der zur Siegerehrung aus seinem Büro zugeschaltet war, fand lobende Worte für die Leistung der Schülerinnen und Schüler, die sich zusätzlich zu ihrer Urkunde auch über eine ansehnliche Geldprämie freuen können (1000 Euro für Platz 1, 750 Euro für Platz 2 und 500 Euro für Platz 3). Eine Teilnehmerin konnte den pandemiebedingt schwierigeren Umständen des Wettbewerbs sogar etwas Positives abgewinnen: „Die Entscheidung, die wir für den EZB-Rat treffen sollten, war so noch spannender.“

Mit seinem ersten Platz beim deutschen GESA-Finale hat sich das Team „Château Chapeau“ zugleich das Ticket für die europäische Abschlussveranstaltung bei der EZB gesichert. Wann und in welcher Form diese Abschlussveranstaltung stattfindet, steht noch nicht fest. Sicher dürfte jedoch schon jetzt sein, dass sie mit einer Premiere verbunden sein dürfte: Denn nachdem die letztjährige Abschlussveranstaltung coronabedingt gar nicht erst zustande gekommen war, wird es in diesem Jahr zum ersten Mal Christine Lagarde sein, die als EZB-Präsidentin, zumindest virtuell, den nationalen Siegerteams ihre Urkunden überreichen wird.