Auslandsvermögensstatus: Dreidimensionales Darstellungskonzept der Netto-Veränderung
Im ersten Quartal 2026 ist das deutsche Netto-Auslandsvermögen um 174,5 Milliarden € angestiegen.
In der Entstehungsrechnung führten vor allem Bewertungseffekte in geringerem Maße die Vermögenseinkommen und die Leistungsbilanz ohne Vermögenseinkommen zu Überschüssen. Die anderen Anpassungen und die Effekte der Finanzderivate hingegen wiesen moderate Defizite auf.
Die Verwendungsrechnung zeigte per Saldo die größten Zuwächse bei den Wertpapieranlagen, gefolgt von den Direktinvestitionen, den Währungsreserven und den Finanzderivaten. Während die Zuwächse bei Wertpapieranlagen und Währungsreserven (hier vor allem durch den Goldpreisanstieg in Euro begründet) vornehmlich auf Marktpreiseffekte zurückzuführen sind, sind bei den Direktinvestitionen Transaktionen und Wechselkurseffekte und bei den Finanzderivaten Transaktionen für die Zuwächse ursächlich. Die übrigen Kapitalanlagen verzeichneten geringe Abgänge aufgrund von Transaktionen.
In der Verteilungsrechnung verzeichneten die Nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften, private Haushalte und private Organisationen ohne Erwerbszweck die größten Zuwächse, gefolgt von Finanzielle Kapitalgesellschaften (ohne MFI‘s), der Deutschen Bundesbank und den Monetären Finanzinstituten. Beim Staat waren hingegen Abgänge zu verzeichnen.
Das dreidimensionale Darstellungskonzept analysiert die Veränderung des Netto-Auslandsvermögens aus unterschiedlichen Perspektiven: Die Entstehungsrechnung stellt den Zusammenhang zu den Transaktionen der Zahlungsbilanz her und ergänzt die Bewertungseffekte und andere Anpassungen. Die Verwendungsrechnung zeigt, wie sich die Netto-Veränderung in den unterschiedlichen Funktionalkategorien niederschlägt, und die Verteilungsrechnung betrachtet die involvierten inländischen Sektoren.