Auslandsvermögensstatus: Dreidimensionales Darstellungskonzept der Netto-Veränderung

Dreidimensionales Darstellungskonzept für die Veränderung des Netto-Auslandsvermögens

Im 1. Quartal 2021 ist das deutsche Netto-Auslandvermögen um 57,1 Milliarden € gewachsen. Das dreidimensionale Darstellungskonzept analysiert die Veränderung des Netto-Auslandsvermögens aus unterschiedlichen Perspektiven.

Nach dem Pandemie-bedingten Einbruch im Frühjahr 2020 hat sich der Beitrag der Leistungsbilanz einschließlich der Vermögenseinkommen zur Entstehungsrechnung normalisiert. Bei den Bewertungseffekten bestimmen die positiven Wechselkurseffekte das Ergebnis.

Die Verwendungsrechnung zeigt den größten Zuwachs bei den Direktinvestitionen. Die übrigen Kapitalanlagen verbuchen netto ein kleines Plus, hinter dem sich allerdings größere Verschiebungen zwischen den Monetären Finanzinstituten (ohne Bundesbank) und der Bundesbank verbergen. Bei den Wertpapieranlagen und den Währungsreserven ist ein Rückgang zu verbuchen.

Die Verteilungsrechnung spiegelt starke Verschiebungen zwischen den Sektoren wider: Während die Netto-Auslandsposition der Monetären Finanzinstitute (ohne Bundesbank) rückläufig ist, legt diejenige der Bundesbank deutlich zu. Auch die Netto-Gläubigerpositionen der übrigen Finanziellen Kapitalgesellschaften verbucht deutliche Zuwächse.

Das dreidimensionale Darstellungskonzept analysiert die Veränderung des Netto-Auslandsvermögens aus unterschiedlichen Perspektiven: Die Entstehungsrechnung stellt den Zusammenhang zu den Transaktionen der Zahlungsbilanz her und ergänzt die Bewertungseffekte und andere Anpassungen. Die Verwendungsrechnung zeigt wie sich die Netto-Veränderung in den unterschiedlichen Anlagekategorien niederschlägt, und die Verteilungsrechnung betrachtet die involvierten inländischen Sektoren.