Auslandsvermögensstatus: Dreidimensionales Darstellungskonzept der Netto-Veränderung

Dreidimensionales Darstellungskonzept für die Veränderung des Netto-Auslandsvermögens

Im Jahr 2025 ist das deutsche Netto-Auslandsvermögen um 205,6 Milliarden € angestiegen.

In der Entstehungsrechnung führten vor allem andere Anpassungen und Vermögenseinkommen zu deutlichen Überschüssen. In geringem Maße trug die Leistungsbilanz ohne Vermögenseinkommen zu den Überschüssen bei. Bewertungseffekte wiesen hingegen deutliche Defizite auf, während Effekte der Finanzderivate nur geringe Defizite verzeichneten.

Die Verwendungsrechnung zeigte per Saldo die größten Zuwächse bei den Übrigen Kapitalanlagen, die hauptsächlich auf Transaktionen zurückzuführen sind. Währungsreserven wiesen vergleichbare Zuwächse auf, die vornehmlich auf positiven Marktpreiseffekten aufgrund des deutlich gestiegenen Goldpreises beruhen. Die hauptsächlich transaktionsbedingten Zuwächse bei Finanzderivaten fielen im Vergleich geringer aus. Wertpapieranlagen und in geringerem Maße Direktinvestitionen verzeichneten hingegen Defizite, die vor allem auf negative Wechselkurseffekte zurückzuführen sind.  

In der Verteilungsrechnung verzeichneten Finanzielle Kapitalgesellschaften ohne MFIs, gefolgt von der Deutschen Bundesbank und den Monetären Finanzinstituten Zuwächse. Beim Staat und in geringerem Maße bei den Nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften, private Haushalte und private Organisationen ohne Erwerbszweck waren hingegen Abgänge zu verzeichnen.

Das dreidimensionale Darstellungskonzept analysiert die Veränderung des Netto-Auslandsvermögens aus unterschiedlichen Perspektiven: Die Entstehungsrechnung stellt den Zusammenhang zu den Transaktionen der Zahlungsbilanz her und ergänzt die Bewertungseffekte und andere Anpassungen. Die Verwendungsrechnung zeigt wie sich die Netto-Veränderung in den unterschiedlichen Anlagekategorien niederschlägt, und die Verteilungsrechnung betrachtet die involvierten inländischen Sektoren.