Graph mit Stift ©Michael Bodmann / Getty Images

Harmonisierter Verbraucherpreisindex

Inflationsupdate

Im August 2026 stieg die Inflationsrate in Deutschland – gemessen als prozentuale Veränderung des HVPI zum Vorjahresmonat – den amtlichen Schätzwerten zufolge auf 2,9 % von 2,8 % im Juli. Die Teuerung bei Energie sowie bei Industriegütern ohne Energie stieg erneut an. Bei Nahrungsmitteln und Dienstleistungen ging sie hingegen deutlich zurück. Die Kerninflationsrate (HVPI ohne Energie und Nahrungsmittel) verblieb bei 2,6 %.

Die nächste Aktualisierung erfolgt am 17.09.2026 (endgültige HVPI‑Ergebnisse August 2026).

Position

Veränderung gegenüber dem Vorjahr (in %)

Mittel1 (in %)

Gewicht (in %)

Aug 26Jul 26Jun 261999 −⁠ 20252026

HVPI (Deutschland)

+⁠ 2,9

+⁠ 2,8

+⁠ 2,4

+⁠ 2,0

100,0

Energie

+⁠ 9,4

+⁠ 7,3

+⁠ 2,7

+⁠ 4,0

8,9

HVPI ohne Energie

+⁠ 2,3

+⁠ 2,4

+⁠ 2,3

+⁠ 1,7

91,1

Nahrungsmittel2

+⁠ 0,9

+⁠ 1,3

+⁠ 1,4

+⁠ 2,7

16,2

HVPI ohne Energie und Nahrungsmittel

+⁠ 2,6

+⁠ 2,6

+⁠ 2,5

+⁠ 1,5

74,9

Industrieerzeugnisse3

+⁠ 2,0

+⁠ 1,5

+⁠ 1,1

+⁠ 1,0

27,6

Dienstleistungen

+⁠ 2,9

+⁠ 3,3

+⁠ 3,3

+⁠ 1,8

47,4

VPI (Deutschland)

+⁠ 2,9

+⁠ 2,8

+⁠ 2,3

+⁠ 1,9

 

Quellen: Statistisches Bundesamt, Eurostat, eigene Berechnung.
1 Langjähriger geometrischer Mittelwert. 2 Einschließlich Alkohol und Tabak. 3 Ohne Energie.

Hintergrund

Der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) ist die zentrale Messgröße zur Beurteilung von Preisstabilität im Euroraum. Der HVPI misst die durchschnittliche Preisentwicklung aller Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten für Konsumzwecke gekauft werden. Preisstabilität im Euroraum wird anhand der Veränderungsrate des HVPI gegenüber dem Vorjahr beurteilt. Die HVPI-Vorjahresrate wird hier auch als Inflationsrate bezeichnet. Der HVPI für den Euroraum wird aus den HVPIs der Euroraum-Länder berechnet.

Grundsätzlich wird der HVPI für die Länder des Euroraums aus dem Datenmaterial der jeweiligen nationalen Verbraucherpreisindizes (VPI) nach harmonisierten Konzepten und Methoden monatlich ermittelt. Das Statistische Bundesamt berechnet die HVPI-Angaben für Deutschland.

In Deutschland unterscheidet sich der HVPI vom nationalen VPI vor allem, weil im HVPI den europäischen Methodenrichtlinien zufolge die Kosten für selbstgenutztes Wohneigentum nicht enthalten sind. Dadurch haben Dienstleistungen im HVPI ein kleineres Gewicht als im VPI. Entsprechend können sich abweichende Preistrends von Waren und Dienstleistungen unterschiedlich auf den HVPI und den VPI auswirken.