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Erzeuger- und Verbraucherpreise

Erzeuger- und Verbraucherpreise

Hintergrund

Preisstatistische Erhebungen sind eine wichtige Grundlage der laufenden Beoba­ch­tung und An­al­y­se der Geldwertst­abilität. Bes­onderes Augen­merk liegt dabei auf dem vom Sta­ti­stischen Bundesamt erhobenen Har­m­onisier­ten Verbr­aucherpreisindex  (HVPI) und dem nationalen Verbraucherpreisindex (VPI). Beide Messgrößen werden für die allgemeine Preisen­twicklung auf der Verbr­aucher­stufe herangezogen. Ihre prozentuale Veränderung gegenüber dem Vorjahreszeitraum wird gemeinhin als Inflationsrate bezeichnet.

Der Erzeugerpreisindex gewerblicher Produkte misst die durchschnittliche Preisentwicklung von Rohstoffen und Industrieerzeugnissen, die in Deutschland abgebaut bzw. hergestellt und im Inland verkauft werden.

Neben den Ursprung­swerten werden je nach Indik­ator sais­on- und kalenderbereinigte oder auch nur kalenderbereinigte Zeitreihen angeboten. Für ausgewähl­te Indik­atoren liegen Ech­tzeitd­a­ten vor.

Lange Zeitreihen der Verbraucherpreisindizes sind Grundlage für Kaufkraftvergleiche. Dabei werden aktuelle Vergleichswerte für historische Geldbeträge errechnet.

Harmonisierte Verbraucherpreise

Verbraucherpreisindizes messen die durchschnittliche Preisentwicklung aller Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten für Konsumzwecke gekauft werden. Die Harmonisierten Verbraucherpreisindizes werden für alle EU-Mitgliedstaaten nach harmonisierten Konzepten und Methoden monatlich ermittelt. Das Statistische Bundesamt berechnet die Angaben für Deutschland.

Der HVPI für Deutschland und für die anderen Euro-Länder fließen in die Berechnung des HVPI für den Euroraum ein, der von Eurostat veröffentlicht wird.

Nationale Verbraucherpreise

Neben dem HVPI ermittelt das Statistische Bundesamt den nationalen Verbraucherpreisindex (VPI). Im Unterschied zum 
HVPI werden auch Preise für selbstgenutztes Wohneigentum (nach dem Mietäquivalenzkonzept) und Glücksspiel sowie die Kraftfahrzeugsteuer und -zulassungsgebühren erfasst. Der VPI dient unter anderem der Deflationierung  volkswirtschaftlicher Größen, als Inflationsmaß und als Grundlage für Zahlungsanpassungen in privatrechtlichen Verträgen. Der VPI steht - verkettet mit weit zurückreichenden Konsumpreisindizes für Deutschland - als lange Zeitreihe zur Verfügung, die bei der Berechnung historischer Kaufkraftvergleiche genutzt wird.

Erzeugerpreise gewerblicher Produkte

Der vom Statistischen Bundesamt monatlich ermittelte Erzeugerpreisindex gewerblicher Produkte misst die durchschnittliche Preisentwicklung von Rohstoffen und Industrieerzeugnissen, die von inländischen Unternehmen abgebaut bzw. hergestellt und im Inland verkauft werden. Die Produzenten dieser Güter gehören zu den Wirtschaftszweigen des Bergbaus und der Gewinnung von Steinen und Erden, des Verarbeitenden Gewerbes und der Energie- und Wasserversorgung.

Kaufkraftvergleiche historischer Geldbeträge

Häufig werden lange Preisindex-Zeitreihen herangezogen, um aktuelle Vergleichswerte für historische Geldbeträge und Währungen zu ermitteln. Die errechneten Kaufkraftäquivalente dienen als Anhaltspunkt für den heutigen Wert der Waren und Dienstleistungen, die damals für einen bestimmten Geldbetrag erhältlich waren. Erläuterungen und Beispielrechnungen sind über den unten genannten internen Link „Kaufkraftvergleiche historischer Geldbeträge“ zu finden.

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