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Nagel: Zentralbanken dürfen weder zu wenig noch zu spät reagieren

24.06.2022

Bundesbankpräsident Joachim Nagel hat davor gewarnt, dass die Notenbanken zu wenig oder zu spät auf die aktuell hohen Inflationsraten reagieren. „Wenn die Geldpolitik hinter die Kurve gerät, könnten noch stärkere Zinserhöhungen erforderlich werden, um die Inflation unter Kontrolle zu bringen“, sagte er bei der Frühjahrskonferenz, die die Bundesbank gemeinsam mit der Banque de France in Eltville am Rhein ausrichtete. „Dies hätte deutlich höhere wirtschaftliche Kosten zur Folge“, so Nagel.

Nagel: Zentralbanken dürfen weder zu wenig noch zu spät reagieren
Joachim Nagel
Monatsbericht: Wie Rentenreformen wirken könnten

20.06.2022

Die demografische Entwicklung setzt die Finanzen der Rentenversicherung künftig unter Druck. Die Fachleute der Bundesbank stellen im aktuellen Monatsbericht langfristige Simulationen dazu vor. Diese verdeutlichen, wie sich das Regierungsvorhaben eines dauerhaft stabilen Versorgungsniveaus von 48 Prozent auf den Rentenbeitragssatz und den Bundeshaushalt auswirken würde. Daneben zeigen sie die Effekte zweier Reformoptionen auf Versorgungsniveau, Beitragssatz und den Bundeshaushalt. Beide Optionen sind international üblich. Eine koppelt die Renten im Ruhestand an die Entwicklung der Inflation, die andere koppelt das Rentenalter an die steigende Lebenserwartung.

Monatsbericht: Wie Rentenreformen wirken könnten
Älteres Paar ruht sich auf einer Parkbank aus
Bundesbank zur kalten Progression: Verfahren zur Tarifanpassung ließe sich verbessern

20.06.2022

Die Bundesbank weist in ihrem aktuellen Monatsbericht darauf hin, dass bei Inflation die Steuerbelastung der realen Einkommen steigt. Der Staat passe den Einkommensteuer-Tarif zwar regelmäßig an. Und im Ergebnis habe er die kalte Progression in der Vergangenheit in etwa ausgeglichen. Das derzeit praktizierte Verfahren sei aber verzögert und anfällig für Schätzfehler. Daher rät die Bundesbank zu einem zeitnäheren und zielgenaueren Verfahren.

Bundesbank zur kalten Progression: Verfahren zur Tarifanpassung ließe sich verbessern
Verwendung von Taschenrechner für Bilanzierung
Nagel: Der EZB-Rat muss ein deutliches Signal geben

27.05.2022

Bundesbankpräsident Joachim Nagel hat gefordert, dass der EZB-Rat im Juni ein deutliches Signal zum künftigen geldpolitischen Kurs im Euroraum geben müsse. Aus Nagels heutiger Sicht müsse der Rat dann im Juli einen ersten Zinsschritt machen und weitere in der zweiten Jahreshälfte. „Negative Zinsen werden bald der Vergangenheit angehören“, sagte Nagel im Interview mit dem Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL.

Nagel: Der EZB-Rat muss ein deutliches Signal geben
Joachim Nagel während eines Gesprächs
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