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Finanzstabilitätsbericht 2021: Deutsches Finanzsystem hat in der Pandemie gut funktioniert

25.11.2021

Das deutsche Finanzsystem hat in der Pandemie gut funktioniert, die umfangreichen staatlichen Maßnahmen haben den Finanzsektor vor Verlusten geschützt. Zu diesem Schluss kommt die Bundesbank in ihrem Finanzstabilitätsbericht 2021. Gleichzeitig haben sich Verwundbarkeiten gegenüber negativen makroökonomischen Entwicklungen und speziell Risiken aus der Immobilienfinanzierung aufgebaut, sagte Bundesbank-Vizepräsidentin Claudia Buch bei der Vorstellung des Berichts. „Jetzt ist die richtige Zeit für Prävention gegenüber zukünftigen Risiken“, betonte Buch. 

Finanzstabilitätsbericht 2021: Deutsches Finanzsystem hat in der Pandemie gut funktioniert
Claudia Buch bei der Pressekonferenz zum Finanzstabilitätsbericht 2021
Weidmann: Sehr lockere Geldpolitik nicht für zu lange festschreiben

24.11.2021

Bundesbankpräsident Jens Weidmann hat seine Forderung bekräftigt, dass die Geldpolitik insgesamt wieder normalisiert werden müsse, sollte das Preisstabilitätsziel es gebieten. „Dies sollte letzten Endes auch einen Abbau der hohen Anleihebestände einschließen“, sagte er bei der Amtswechselfeier der Hauptverwaltung der Bundesbank in Nordrhein-Westfalen. Bei der hybriden Veranstaltung verabschiedete der Bundesbankpräsident Margarete Müller, die die Hauptverwaltung in den vergangenen acht Jahren geführt hatte. Ihr folgt Jochen Metzger, der zuletzt den Zentralbereich Zahlungsverkehr und Abwicklungssysteme leitete.

Weidmann: Sehr lockere Geldpolitik nicht für zu lange festschreiben
Jens Weidmann während einer virtuellen Rede im Bundesbank-Studio
Bundesbank rechnet mit Verschnaufpause der wirtschaftlichen Erholung im Herbst

22.11.2021

Die Wirtschaftsleistung in Deutschland ist im Sommer 2021 kräftig gestiegen, schreibt die Bundesbank in ihrem Monatsbericht. Das Bruttoinlandsprodukt sei um 1,8 Prozent gewachsen und habe damit seinen Vorkrisenstand vom vierten Quartal 2019 noch um 1,1 Prozent unterschritten. Die Fachleute rechnen allerdings damit, dass die wirtschaftliche Erholung im Herbst voraussichtlich eine Verschnaufpause einlegen wird. Die in den Koalitionsverhandlungen erwogene Vorgabe eines Mindestlohns von 12 Euro je Stunde sieht die Bundesbank kritisch. Die Inflationsrate könnte im November vorübergehend auf knapp 6 Prozent steigen.

Bundesbank rechnet mit Verschnaufpause der wirtschaftlichen Erholung im Herbst
Industriehalle
Weidmann: Geldpolitik muss eigene Grenzen erkennen und respektieren

19.11.2021

Nach Ansicht von Bundesbankpräsident Jens Weidmann sollten sich Zentralbanken nicht von der Fiskalpolitik oder den Finanzmärkten vereinnahmen lassen. „Eines der Erfolgsgeheimnisse einer unabhängigen Geldpolitik war schon immer, die eigenen Grenzen zu erkennen und zu respektieren“, erklärte Weidmann. Im Hinblick auf die Frage, wie hartnäckig der hohe Preisdruck sein werde, sagte er, die erhöhten Inflationsraten bräuchten wahrscheinlich länger als bislang prognostiziert, um sich wieder zurückzubilden. Er rief dazu auf, wachsam zu bleiben und das Risiko einer zu hohen Inflation nicht zu ignorieren.

Weidmann: Geldpolitik muss eigene Grenzen erkennen und respektieren
Weidmann bei seiner Rede an der Humboldt Universität Berlin
Ausgewählte Zinssätze
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